Gute Nachrichten für Minijobberinnen und Minijobber: Zum 1. Januar 2027 steigt der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro auf 14,60 Euro pro Stunde. Und weil die Minijob-Grenze seit 2022 automatisch an den Mindestlohn gekoppelt ist, steigt auch sie – von 603 Euro auf 633 Euro im Monat.
Die neuen Zahlen ab 1. Januar 2027
- Mindestlohn: 14,60 Euro pro Stunde (2026: 13,90 Euro)
- Minijob-Grenze: 633 Euro pro Monat (2026: 603 Euro)
- Jahresverdienstgrenze: 7.596 Euro (12 × 633 Euro)
Warum steigt die Minijob-Grenze automatisch?
Seit Oktober 2022 ist die Minijob-Grenze dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt. Die Formel lautet: Mindestlohn × 130 : 3, aufgerundet auf volle Euro. Für 2027 ergibt das: 14,60 × 130 : 3 = 632,67 → aufgerundet 633 Euro.
Der Gedanke dahinter: Die Grenze soll immer etwa 10 Wochenstunden zum Mindestlohn ermöglichen. Deshalb bleibt deine mögliche Stundenzahl trotz höherer Grenze praktisch gleich – rund 43 Stunden im Monat beim Mindestlohn.
Was bedeutet das für deinen bestehenden Minijob?
- Du verdienst genau an der Grenze (603 Euro)? Dann kannst du ab Januar 2027 mit deinem Arbeitgeber eine Erhöhung auf bis zu 633 Euro vereinbaren – dein Minijob-Status bleibt erhalten.
- Du arbeitest zum Mindestlohn? Dein Stundenlohn steigt automatisch auf 14,60 Euro. Achtung: Ohne Anpassung der Stunden könntest du über die alte Grenze rutschen – die neue 633-Euro-Grenze fängt genau das auf.
- Du verdienst deutlich unter der Grenze? Für dich ändert sich nichts, außer dass mehr Spielraum nach oben entsteht.
Gilt schon 2026 etwas Neues?
Für 2026 bleibt alles wie gehabt: 603 Euro im Monat, 7.236 Euro im Jahr, Mindestlohn 13,90 Euro. Die neuen Werte gelten erst ab dem 1. Januar 2027.
Ausblick: Diskussion um die Zukunft der Minijobs
Unabhängig von der beschlossenen Grenzen-Erhöhung wird politisch über die Zukunft des Minijob-Modells diskutiert – von der Rentenkommission bis zur geplanten Anhebung der Pauschalsteuer. Was davon Empfehlung, Absicht oder schon beschlossen ist, erklären wir in unseren Beiträgen zur Rentenkommission und zum Koalitionsbeschluss zur Pauschalsteuer.
Quellen
Die Zahlen beruhen auf den Veröffentlichungen der Minijob-Zentrale und der Bundesregierung zur Mindestlohnerhöhung 2026/2027 (Stand: Juli 2026).