Minijob und Krankenversicherung
Ein Minijob allein begründet keinen eigenen Krankenversicherungsschutz. Dein Arbeitgeber zahlt zwar 13% pauschale Krankenversicherungsbeitraege, aber diese gehen an die Minijob-Zentrale und nicht an eine konkrete Krankenkasse für dich. Du musst also anderweitig versichert sein.
Wie bist du versichert?
Die häufigsten Varianten:
1. Familienversicherung
Wenn du unter 25 Jahre alt bist und deine Eltern gesetzlich versichert sind, bist du in der Regel kostenlos familienversichert. Dein Minijob-Einkommen bis 538 Euro pro Monat gefährdet die Familienversicherung nicht.
2. Studentische Krankenversicherung
Als Student/in bist du entweder ueber die Familienversicherung (bis 25) oder ueber die studentische Krankenversicherung versichert (ab ca. 120 Euro/Monat). Ein Minijob neben dem Studium ist unproblematisch.
3. Krankenversicherung ueber den Hauptjob
Wenn du neben deinem Hauptjob einen Minijob ausübst, bist du ueber deinen Hauptjob krankenversichert. Der Minijob hat keinen Einfluss darauf.
4. Freiwillige Versicherung
Wenn keine der obigen Varianten zutrifft (z.B. wenn du nur einen Minijob hast und ueber 25 bist), musst du dich freiwillig krankenversichern. Die Beitraege richten sich nach einem Mindesteinkommen und liegen bei ca. 200-220 Euro pro Monat.
Wann verliere ich die Familienversicherung?
Du verlierst die Familienversicherung, wenn:
- Du regelmäßig mehr als 538 Euro pro Monat verdienst
- Du 25 Jahre alt wirst (Ausnahme: Wehr-/Freiwilligendienst)
- Du eine nicht-geringfuegige selbststaendige Tätigkeit ausübst
Tipps für Minijobber
- Prüfe vor Jobantritt, wie du krankenversichert bist
- Informiere deine Krankenkasse ueber den Minijob
- Achte bei mehreren Jobs auf die 538-Euro-Gesamtgrenze
- Studenten: Prüfe, ob dein Studentenstatus erhalten bleibt