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Steuern & Recht1. Februar 2026Von der Genieportal-Redaktion

Rentenversicherung im Minijob: Befreiung oder mitzahlen?

Rentenversicherungspflicht im Minijob: Lohnt sich die Befreiung? Was bringt das Einzahlen? Vor- und Nachteile einfach erklärt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Minijobber sind grundsätzlich rentenversicherungspflichtig (Eigenanteil 3,6%)
  • Befreiung ist möglich, aber unwiderruflich für das Arbeitsverhältnis
  • Mit Rentenversicherung: volle Rentenansprüche, Riester-Berechtigung, Erwerbsminderungsschutz
  • Ohne Rentenversicherung: Brutto = Netto, aber minimale Rentenansprüche

Musst du im Minijob in die Rentenversicherung einzahlen?

Seit 2013 unterliegen Minijobber grundsätzlich der Rentenversicherungspflicht. Das bedeutet: Von deinem Verdienst wird ein Eigenanteil zur Rentenversicherung abgezogen. Du kannst dich aber auf Antrag davon befreien lassen.

Was kostet die Rentenversicherung?

Dein Arbeitgeber zahlt bereits einen pauschalen Beitrag von 15% zur Rentenversicherung. Wenn du in der Rentenversicherung bleibst, zahlst du den Differenzbetrag zum vollen Beitragssatz (18,6%):

  • Dein Eigenanteil: 3,6% des Bruttolohns
  • Bei 603 Euro Verdienst: ca. 19,37 Euro pro Monat
  • Bei 300 Euro Verdienst: ca. 10,80 Euro pro Monat

Welche Vorteile bringt dir die Rentenversicherung im Minijob?

  • Volle Rentenansprüche: Du erwirbst vollwertige Pflichtbeitragszeiten
  • Mindestversicherungszeit: Monate zählen für die 5-Jahres-Mindestversicherungszeit (Wartezeit)
  • Riester-Förderung: Du hast Anspruch auf die staatliche Riester-Förderung
  • Erwerbsminderungsrente: Zugang zur Erwerbsminderungsrente wird gesichert
  • Rehabilitation: Anspruch auf Rehabilitationsleistungen

Wie funktioniert die Befreiung von der Rentenversicherung im Minijob?

Du kannst dich schriftlich bei deinem Arbeitgeber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Die Befreiung gilt:

  • Ab dem Monat der Antragstellung (oder ab Beschäftigungsbeginn)
  • Für die gesamte Dauer der Beschäftigung
  • Ist unwiderruflich für dieses Arbeitsverhältnis

Nachteile der Befreiung

  • Du erwirbst nur minimale Rentenansprüche (auf Basis der Arbeitgeberpauschale)
  • Monate zählen möglicherweise nicht für die Wartezeit
  • Kein Anspruch auf Riester-Förderung
  • Eingeschränkter Zugang zur Erwerbsminderungsrente

Für wen lohnt sich was?

Befreiung sinnvoll für: Studenten, Schüler, Personen die nur vorübergehend minijobben, Personen mit guter anderweitiger Altersvorsorge.

Einzahlen sinnvoll für: Hausfrauen/Hausmänner, langfristige Minijobber, Personen die Wartezeiten für die Rente sammeln müssen, Riester-Sparer.

Die aktuellen Beitragsbemessungsgrenzen und alle Rechengrößen der Sozialversicherung findest du kompakt im Überblick Sozialversicherungs-Rechengrößen 2026/2027 ↗.

Häufige Fragen

Wie befreie ich mich von der Rentenversicherung im Minijob?

Stelle einen schriftlichen Antrag auf Befreiung bei deinem Arbeitgeber. Er leitet die Befreiung an die Minijob-Zentrale weiter. Beachte: Die Befreiung ist für dieses Arbeitsverhältnis unwiderruflich.

Wie viel Rente bekomme ich durch einen Minijob?

Bei 603 Euro Verdienst und vollen Beiträgen erwirbst du pro Jahr ca. 5 Euro monatliche Rente. Nach 10 Jahren Minijob wären das ca. 50 Euro pro Monat. Klingt wenig, kann aber für die Mindestversicherungszeit wichtig sein.

Sollte ich als Student die Befreiung wählen?

In den meisten Fällen ja. Als Student hast du noch viele Berufsjahre vor dir und der Minijob-Beitrag zur Rente ist minimal. Die ca. 19 Euro mehr im Monat sind oft sinnvoller eingesetzt.

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Stand: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr