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Minijob-Basics1. Februar 2026

Die 603-Euro-Grenze im Minijob: Alles, was du wissen musst

Was passiert, wenn du die 603-Euro-Grenze überschreitest? Wie wird die Verdienstgrenze berechnet und welche Ausnahmen gibt es? Alle Antworten hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 603-Euro-Grenze gilt als monatlicher Durchschnitt, entscheidend ist der Jahresverdienst von 7.236 Euro
  • Bis zu zweimal jaehrlich darf die Grenze unvorhergesehen ueberschritten werden
  • Bei regelmäßiger Überschreitung wird der Minijob sozialversicherungspflichtig
  • Bei mehreren Minijobs werden die Verdienste zusammengerechnet

Was ist die 603-Euro-Grenze?

Die 603-Euro-Grenze (früher 520 Euro, davor 450 Euro) ist die monatliche Verdienstgrenze für geringfuegig entlohnte Beschäftigte, also Minijobber. Wer regelmäßig nicht mehr als 603 Euro pro Monat verdient, gilt als Minijobber und profitiert von vereinfachten Abgabenregelungen.

Die Grenze ist an den Mindestlohn gekoppelt: Sie entspricht dem Verdienst bei 10 Stunden Arbeit pro Woche zum Mindestlohn. Bei Erhöhungen des Mindestlohns steigt also auch die Verdienstgrenze.

Wie wird die Verdienstgrenze berechnet?

Entscheidend ist nicht der monatliche Verdienst allein, sondern der Jahresdurchschnitt. Die jaehrliche Verdienstgrenze liegt bei 7.236 Euro (12 x 603 Euro). Das bedeutet: In einzelnen Monaten darfst du mehr als 603 Euro verdienen, solange du im Jahresschnitt unter der Grenze bleibst.

Beispielrechnung

Du arbeitest in einem Cafe und verdienst normalerweise 400 Euro pro Monat. Im Dezember bekommst du wegen der Weihnachtszeit mehr Schichten und verdienst 700 Euro. Das ist kein Problem, solange dein Jahresverdienst unter 7.236 Euro bleibt.

Was passiert bei Überschreitung?

Wenn du die 603-Euro-Grenze regelmäßig überschreitest, wird dein Minijob zum sozialversicherungspflichtigen Midijob. Das bedeutet:

  • Du musst Beitraege zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen
  • Dein Arbeitgeber zahlt ebenfalls hoehere Abgaben
  • Du wirst steuerlich anders behandelt

Gelegentliches Überschreiten erlaubt

Bis zu zweimal pro Jahr darfst du die Grenze unvorhergesehen überschreiten, z.B. wegen:

  • Krankheitsvertretung eines Kollegen
  • Unerwartet hohem Arbeitsaufkommen
  • Saisonalen Spitzen (z.B. Weihnachtsgeschäft)

In diesen Faellen darf der Verdienst in den betroffenen Monaten maximal das Doppelte der Verdienstgrenze betragen (also 1.076 Euro).

Tipps zur Einhaltung der Grenze

Um Probleme zu vermeiden, solltest du:

  • Deine Arbeitsstunden genau dokumentieren
  • Bei mehreren Minijobs die Verdienste zusammenrechnen
  • Deinen Arbeitgeber informieren, falls du noch andere Minijobs hast
  • Regelmäßig deinen Jahresverdienst prüfen
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Minijob-Grenze 2026?
Die Minijob-Grenze liegt 2026 bei 603 Euro pro Monat bzw. 7.236 Euro pro Jahr. Sie ist an den gesetzlichen Mindestlohn gekoppelt und steigt bei Mindestlohnerhöhungen mit.
Darf ich in einem Monat mehr als 603 Euro verdienen?
Ja, solange es sich um ein gelegentliches, unvorhersehbares Überschreiten handelt (max. 2x pro Jahr). Der Jahresverdienst von 7.236 Euro darf jedoch nicht ueberschritten werden.
Was passiert, wenn ich zwei Minijobs habe?
Bei zwei oder mehr Minijobs werden die Verdienste zusammengerechnet. Die 603-Euro-Grenze gilt für die Summe aller Minijobs zusammen. Überschreitest du die Grenze, wird der zweite Minijob sozialversicherungspflichtig.
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Stand: Februar 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr