Welche Kündigungsfristen gelten im Minijob?
Auch im Minijob gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen nach § 622 BGB. Dein Arbeitgeber kann dich nicht von heute auf morgen entlassen, und du musst auch nicht sofort gehen.
Gesetzliche Fristen
- Probezeit (max. 6 Monate): 2 Wochen Kündigungsfrist, zu jedem beliebigen Tag
- Nach der Probezeit: Mindestens 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende
- Bei längerer Betriebszugehörigkeit: Die Fristen verlängern sich auf bis zu 7 Monate
Wie kündige ich meinen Minijob selbst?
Du möchtest deinen Minijob kündigen? So gehst du vor:
- Schriftlich kündigen: Eine Kündigung muss immer schriftlich erfolgen (Brief mit Unterschrift, nicht per E-Mail oder WhatsApp)
- Frist beachten: Prüfe deine Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag (oft 4 Wochen)
- Zugang sicherstellen: Übergib die Kündigung persönlich oder per Einschreiben
- Bestätigung einholen: Lass dir den Empfang quittieren
Welche Regeln gelten, wenn der Arbeitgeber den Minijob kündigt?
Dein Arbeitgeber muss bei einer Kündigung ebenfalls die Fristen einhalten. Eine fristlose Kündigung ist nur bei schwerwiegenden Gründen möglich (z.B. Diebstahl, wiederholtes unentschuldigtes Fehlen).
Was ist ein Aufhebungsvertrag im Minijob?
Alternativ zur Kündigung könnt ihr euch auf einen Aufhebungsvertrag einigen. Damit wird das Arbeitsverhältnis einvernehmlich beendet - ohne Kündigungsfristen. Achtung: Bei Arbeitslosengeld kann ein Aufhebungsvertrag zu einer Sperrzeit führen.
Was passiert mit dem Resturlaub?
Bei Kündigung hast du Anspruch auf Auszahlung deines restlichen Urlaubs. Dein Arbeitgeber muss dir die nicht genommenen Urlaubstage finanziell vergüten (Urlaubsabgeltung).
Habe ich nach einem Minijob Anspruch auf ein Arbeitszeugnis?
Auch nach einem Minijob hast du Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Fordere es aktiv an, denn es kann bei zukünftigen Bewerbungen hilfreich sein.