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Minijob-Basics21. März 2026Von der Genieportal-Redaktion

Minijob anmelden als Arbeitgeber: Schritt-für-Schritt-Anleitung 2026

Minijob anmelden als Arbeitgeber: Schritt-für-Schritt zur Minijob-Zentrale, Formulare, Fristen und Kosten. Alles Wichtige zur Anmeldung 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Betriebsnummer bei der Bundesagentur für Arbeit beantragen
  • Anmeldung elektronisch über das Meldeverfahren bei der Minijob-Zentrale
  • Abgaben betragen ca. 30 % des Bruttolohns für gewerbliche Minijobs
  • Arbeitsvertrag und Arbeitszeitdokumentation sind Pflicht
  • Privathaushalt-Minijobs nutzen das vereinfachte Haushaltsscheck-Verfahren

Wie meldest du als Arbeitgeber einen Minijobber bei der Minijob-Zentrale an?

Wer einen Minijobber beschäftigen möchte, muss diesen bei der Minijob-Zentrale anmelden. Das gilt für gewerbliche Arbeitgeber ebenso wie für Privathaushalte. In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie die Anmeldung funktioniert, welche Unterlagen du brauchst und welche Fristen gelten.

Warum ist die Anmeldung Pflicht?

Jede geringfügige Beschäftigung muss in Deutschland offiziell angemeldet werden. Das ist nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern schützt beide Seiten: Der Minijobber ist unfallversichert, erhält Rentenansprüche und hat Anspruch auf Lohnfortzahlung. Der Arbeitgeber handelt rechtskonform und vermeidet hohe Bussgeldstrafen wegen Schwarzarbeit.

Die zentrale Stelle für die Anmeldung aller Minijobs in Deutschland ist die Minijob-Zentrale, die bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See angesiedelt ist. Sie ist sowohl für gewerbliche Minijobs als auch für Minijobs in Privathaushalten zuständig.

Wo beantragst du die Betriebsnummer für die Minijob-Anmeldung?

Bevor du einen Minijobber anmelden kannst, brauchst du eine Betriebsnummer. Diese wird beim Betriebsnummern-Service der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Wenn du bereits Mitarbeiter beschäftigst, hast du diese Nummer schon. Für Erstanmelder dauert die Zuteilung in der Regel wenige Tage.

So beantragst du die Betriebsnummer:

  • Online über das Portal der Bundesagentur für Arbeit
  • Telefonisch beim Betriebsnummern-Service
  • Per Post oder Fax mit dem entsprechenden Formular

Für Privathaushalte, die das Haushaltsscheck-Verfahren nutzen, ist keine separate Betriebsnummer erforderlich. Die Minijob-Zentrale vergibt diese automatisch.

Welche Unterlagen brauchst du vom Minijobber für die Anmeldung?

Für die Anmeldung benötigt der Arbeitgeber folgende Daten und Unterlagen vom Minijobber:

  • Personalien: Vollständiger Name, Geburtsdatum, Adresse
  • Sozialversicherungsnummer: Steht auf dem SV-Ausweis
  • Steuer-ID: Die 11-stellige Steueridentifikationsnummer
  • Krankenversicherungsstatus: Wo der Minijobber versichert ist
  • Erklärung zur Rentenversicherungspflicht: Ob der Minijobber in der Rentenversicherung pflichtversichert bleiben oder sich befreien lassen möchte
  • Angaben zu weiteren Beschäftigungen: Hat der Minijobber noch andere Jobs?

Wie läuft die elektronische Anmeldung bei der Minijob-Zentrale ab?

Die Anmeldung erfolgt elektronisch über das Meldeverfahren zur Sozialversicherung. Die meisten Arbeitgeber nutzen dafür eine Lohn- und Gehaltsabrechnungssoftware wie DATEV, Lexware oder SBS Lohn. Alternativ kann die Anmeldung über sv.net erfolgen.

Was wird gemeldet?

  • Beginn der Beschäftigung
  • Personengruppe (z. B. 109 für gewerblichen Minijob)
  • Beitragsgruppe (je nach Versicherungsstatus)
  • Voraussichtlicher monatlicher Verdienst

Frist: Die Anmeldung muss mit der ersten Entgeltabrechnung, spätestens jedoch sechs Wochen nach Beginn der Beschäftigung erfolgen.

Welche Abgaben musst du für einen Minijobber monatlich zahlen?

Nach der Anmeldung müssen monatlich die Abgaben an die Minijob-Zentrale gezahlt werden. Die Gesamtabgaben für einen gewerblichen Minijob betragen rund 30 Prozent des Bruttolohns:

AbgabeartProzentsatz
Krankenversicherung (Pauschalbeitrag)13,00 %
Rentenversicherung (Pauschalbeitrag)15,00 %
Pauschale Lohnsteuer2,00 %
Umlage U1 (Krankheit)1,10 %
Umlage U2 (Mutterschaft)0,22 %
Insolvenzgeldumlage0,06 %

Die Beiträge werden per SEPA-Lastschrift eingezogen. Die Beiträge sind bis zum drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats fällig.

Brauchst du für einen Minijob einen schriftlichen Arbeitsvertrag?

Auch wenn ein mündlicher Vertrag grundsätzlich gültig ist, sollte unbedingt ein schriftlicher Arbeitsvertrag geschlossen werden. Seit dem Nachweisgesetz muss der Arbeitgeber spätestens am ersten Arbeitstag die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich aushändigen.

Pflichtangaben im Arbeitsvertrag:

  • Name und Anschrift beider Parteien
  • Beginn (und ggf. Befristung) der Beschäftigung
  • Arbeitsort
  • Tätigkeit und Beschreibung der Aufgaben
  • Vergütung und Fälligkeit
  • Arbeitszeit
  • Urlaubsanspruch
  • Kündigungsfristen

Zusätzlich besteht seit dem Mindestlohngesetz die Pflicht zur Arbeitszeitdokumentation: Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit müssen aufgezeichnet und zwei Jahre aufbewahrt werden.

Wie meldest du einen Minijob im Privathaushalt an?

Für Minijobs im Privathaushalt gibt es ein vereinfachtes Verfahren: das Haushaltsscheck-Verfahren. Hier müssen Arbeitgeber lediglich einen Haushaltsscheck bei der Minijob-Zentrale einreichen. Die Minijob-Zentrale kümmert sich dann um die Berechnung und den Einzug aller Abgaben.

Der grosse Vorteil: Private Arbeitgeber zahlen deutlich niedrigere Abgaben (insgesamt ca. 14,94 %) und können die Kosten steuerlich absetzen.

Welche Fehler solltest du bei der Minijob-Anmeldung vermeiden?

Diese Fehler passieren Arbeitgebern besonders häufig:

  • Verspätete Anmeldung: Die Anmeldung muss rechtzeitig erfolgen, sonst drohen Nachzahlungen und Bussgelder.
  • Fehlende Abfrage weiterer Jobs: Hat der Minijobber bereits einen anderen Minijob, müssen die Verdienste zusammengerechnet werden.
  • Keine Arbeitszeiterfassung: Die Dokumentationspflicht wird oft vergessen, kann aber bei Prüfungen teuer werden.
  • Kein schriftlicher Vertrag: Zwar nicht zwingend vorgeschrieben, aber ohne schriftliche Fixierung drohen Streitigkeiten.

Was solltest du dir zur Minijob-Anmeldung merken?

Die Anmeldung eines Minijobbers ist kein Hexenwerk. Mit einer Betriebsnummer, den richtigen Unterlagen und einer geeigneten Abrechnungssoftware ist der Prozess in wenigen Schritten erledigt. Wer die Fristen einhält und die Dokumentationspflichten beachtet, ist auf der sicheren Seite.

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Häufige Fragen

Bis wann muss ein Minijob angemeldet werden?

Die Anmeldung muss mit der ersten Entgeltabrechnung, spätestens jedoch sechs Wochen nach Beschäftigungsbeginn bei der Minijob-Zentrale eingehen.

Was kostet die Anmeldung eines Minijobbers?

Die Anmeldung selbst ist kostenlos. Arbeitgeber müssen jedoch pauschale Abgaben von ca. 30 % des Bruttolohns an die Minijob-Zentrale zahlen, also bei 603 Euro rund 167 Euro monatlich.

Brauche ich eine spezielle Software für die Anmeldung?

Die Anmeldung erfolgt elektronisch. Du kannst eine Lohnabrechnungssoftware wie DATEV oder Lexware nutzen, oder das kostenlose Programm sv.net verwenden.

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Stand: März 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr