Zum 1. Juli 2026 steigen die gesetzlichen Renten in Deutschland – und zwar bundesweit einheitlich um 4,24 Prozent. Wir erklären, was dahintersteckt und warum das auch für Minijobberinnen und Minijobber interessant ist.
Die Eckdaten der Rentenerhöhung 2026
- Plus 4,24 Prozent auf alle gesetzlichen Renten, einheitlich in West und Ost (die Rentenwerte sind seit 2023 vollständig angeglichen).
- Der aktuelle Rentenwert – also die Rente für einen Entgeltpunkt – steigt von 40,79 auf 42,52 Euro.
- Bei einer Standardrente (45 Entgeltpunkte) sind das rund 78 Euro mehr im Monat.
- Rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner profitieren.
Grund für die spürbare Erhöhung ist laut Deutscher Rentenversicherung vor allem die gute Lohnentwicklung im Jahr 2025 – denn die Renten folgen der Entwicklung der Löhne.
Besonders wichtig für Rentner mit Minijob
Viele Rentnerinnen und Rentner bessern ihre Rente mit einem Minijob auf. Für sie ist die Anpassung gleich in zweierlei Hinsicht gute Nachricht:
- Die eigene Rente steigt automatisch um 4,24 Prozent.
- Der Minijob bleibt davon unberührt: Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat, darf seit 2023 unbegrenzt hinzuverdienen – die Altersrente wird durch den Minijob-Verdienst nicht gekürzt.
Mehr Tipps dazu findest du im Ratgeber „Minijob für Rentner – alles Wichtige".
Und wenn du selbst im Minijob für die Rente vorsorgst?
Auch wer aktuell im Minijob arbeitet, hat einen Bezug zur Rente: Minijobs sind grundsätzlich rentenversicherungspflichtig. Wer eigene Beiträge zahlt (bzw. ab dem 1. Juli 2026 eine frühere Befreiung wieder aufhebt), sammelt vollwertige Pflichtbeitragszeiten – diese erhöhen später die eigene Altersrente und sichern Ansprüche wie die Erwerbsminderungsrente. Details im Ratgeber „Minijob & Rentenversicherung: Was sich zum 1. Juli 2026 ändert".
Was die Rentenerhöhung nicht ändert
Die Anpassung betrifft die Höhe der Renten, nicht die Minijob-Regeln. Die Minijob-Grenze bleibt bei 603 Euro, der Mindestlohn bei 13,90 Euro. Wichtig zu wissen: Eine höhere Rente kann im Einzelfall steuerlich relevant werden – ob du eine Steuererklärung abgeben musst, hängt von deinen gesamten Einkünften ab.
Quellen
Die Zahlen stammen aus der Pressemitteilung der Deutschen Rentenversicherung zur Rentenanpassung 2026 sowie aus der Mitteilung der Bundesregierung (Stand: Juni 2026). Für Fragen zu deiner persönlichen Rente ist die kostenlose Beratung der Deutschen Rentenversicherung die beste Anlaufstelle.